Was es bedeutet
Morgenmuffel sagt man zu Leuten, die morgens erstmal auf Sparflamme laufen und vor dem ersten Kaffee besser nicht mit zu viel Leben behelligt werden. Da kommt oft nur ein Grummeln, ein leerer Blick und null Lust auf Smalltalk. Ist meistens nicht böse gemeint, eher der Mensch im Vorstartmodus, bis das Koffein langsam wieder Seele ins System kippt.
Verwendungsbeispiele
"Im Büro: Moin. Er starrt nur ins Leere. Ich so: Alles gut? Er schiebt mir wortlos die Tasse hin. Nach zwei Tassen Kaffee sagt er: Sorry, war noch im Ladebildschirm."
"Rede ihn vor dem Kaffee bitte nicht voll, der ist morgens echt ein kompletter Morgenmuffel."
"Um sieben hat sie nur geguckt, als hätte der Tag sie persönlich beleidigt. Klassischer Morgenmuffel halt."
"Lass sie vor neun bitte in Ruhe, die ist kein schlechter Mensch, nur ein Morgenmuffel mit noch nicht hochgefahrener Seele."
"In der WG gilt morgens Funkstille bis der Kaffee wirkt, sonst knurrt unser Morgenmuffel schon beim Hallo."
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Woher es kommt
Morgenmuffel ist ein durchsichtiges deutsches Kompositum aus Morgen und Muffel. Muffel steht schon länger umgangssprachlich für einen missmutigen, wortkargen Menschen und hängt mit muffeln im Sinn von verdrießlich vor sich hin brummen zusammen. Als Alltagswort ist Morgenmuffel im 20. Jahrhundert breit im Deutschen angekommen und bis heute überall geläufig.
Andere Arten, es zu sagen
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