Was es bedeutet
Schweizer Ausruf für Überraschung, Ärger oder fassungsloses Staunen. Klingt nach gepflegtem Fluchen mit Alpenlack drauf und ist genau das Richtige, wenn dir der Kaffee kippt, der Zug vor der Nase wegrollt oder irgendein Amt dir wieder einen Brief mit Seelenfrost schickt. Deftig genug für Dampf, aber meist noch harmloser als ein echtes Schimpfwort.
Verwendungsbeispiele
"Gopfridstutz, jetzt hani scho wider de Schlüssel im Auto vergässe und d Tür isch zue, das passiert mir jede zweiti Wuche."
"Gopfridstutz, der Bus zum Berner Bärenpark ist mir wieder vor der Nase weggefahren, ich stand seit zehn Minuten an der Haltestelle, und der Fahrer hat mich aus dem Augenwinkel gesehen, gewunken, und ist trotzdem ohne mich abgefahren mit voller Geschwindigkeit."
"Beim Frühstück im Café von Luzern bestelle ich einen Cappuccino, der Kellner serviert einen Espresso, ich mache gopfridstutz so laut dass die Touristen am Nachbartisch grinsen, und der Kellner entschuldigt sich mit einem Schweizer Lächeln das den Espresso fast schon wieder rechtfertigt."
"Gopfridstutz, jetzt hani s Billett glöst und genau i dem Moment chunnt d Durchsag, dass de Zug usfällt."
"Gopfridstutz, ich han nume churz de Chäs ischneide welle und scho rutscht mer s ganze Znüni uf de Bode."
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Woher es kommt
Gopfridstutz ist schweizerdeutsch und gilt als verhüllter Fluch aus der Familie von Gottfriedstutz. Dabei wurde der Gottesbezug absichtlich verdreht und weichgesprochen, damit der Ausruf weniger direkt und weniger gotteslästerlich rüberkommt. Genau dieser umgebastelte Klang hat ihm seinen urtypisch schweizerischen Biss mit Samthandschuh verpasst.
Andere Arten, es zu sagen
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