Was es bedeutet
Schweizer Ausruf für Überraschung, Staunen, Anerkennung oder genervtes Unglauben. Klingt deutlich milder als der Ursprung vermuten lässt und rutscht im Alltag schnell raus, wenn etwas einen kurz aus dem Takt schubst. Je nach Tonfall heißt es eher wow, verdammt oder jetzt im Ernst.
Verwendungsbeispiele
"Läck, hasch du das gseh? Dr Zug isch eifach abgfahre und mir sin no zwänzg Meter entfernt gstande."
"Läck, hesch das gseh am Bahnhof Bern vor füf Minute? Dr Zug nach Zürich isch eifach abgfahre, mir sin no zwänzg Meter vom Glies entfernt gstande mit em ganze Bagage vom Skiweekend, und dr nöchscht Schnellzug chunnt ersch i drü Viertelstund vom Perron acht."
"Läck Bobby, dr Onkel us em Toggenburg het bim Familiefest im Restaurant Säntis ob Wattwil sini ganze Erinnerige vom Sechs-Tage-Renne von neunzeh-hundert-fünf-und-siebezg erzellt, alli sind ufgschtande, hei dr Onkel umarmt, und d Tante het no es Brot mit Wurschtsalat für underwägs gmacht für d Heimfahrt nach Zürich."
"Läck, was isch das denn für es Gwätter, vor zwei Minute hät no d Sunne volle Kanne brännt."
"Läck du mir, die het eifach us em Stand es Billet für s Konzert organisiert, ich ha scho denkt dä Obe isch komplett gstorbe."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Läck ist im Schweizerdeutschen eine gekürzte, abgeschliffene Form älterer Fluchformeln wie läck mir am Arsch oder läck Bobby. Solche Wendungen sind in Mundartquellen aus der Deutschschweiz schon im 19. Jahrhundert belegt. Später wurde daraus ein viel harmloserer Alltagsausruf, der oft nur noch Staunen oder Ärger markiert.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.