Was es bedeutet
Ein Flegel ist ein ungehobelter Lümmel, ein Kerl ohne Manieren, der rülpst, drängelt und der Oma nicht den Sitzplatz anbietet. Meist meint man damit einen frechen, flegelhaften Jugendlichen, der sich danebenbenimmt, aber auch ein erwachsener Grobian kann ein Flegel sein. Ein Tadel mit erhobenem Zeigefinger.
Verwendungsbeispiele
"Was für ein Flegel, lässt die Tür vor der alten Dame zufallen und stöpselt sich seelenruhig die Kopfhörer rein."
"Als Teenager war er ein ziemlicher Flegel, heute hält er jedem die Tür auf und entschuldigt sich dreimal."
"So ein Flegel, drängelt sich an der Kasse vor und tut dann auch noch beleidigt, als man ihn drauf anspricht."
"Benimm dich mal im Restaurant und schnips nicht nach der Kellnerin rum, du Flegel."
"Der Typ hat im Bus erst laut gerülpst und dann noch gelacht, richtig ein Flegel."
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Woher es kommt
Flegel war im Mittelhochdeutschen zuerst ganz konkret der Dreschflegel, also das Werkzeug zum Getreidedreschen. Daraus wurde später die Bezeichnung für einen groben, ungeschliffenen Menschen. Das Bild ist ziemlich klar: einer, der sozial so feinfühlig durchs Leben schwingt wie ein Holzprügel durchs Kornfeld.
Andere Arten, es zu sagen
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