Was es bedeutet
Ein Trottel, ein Unfähiger, jemand, der einfach nix auf die Reihe kriegt. Wiener Lieblingsschimpfwort, das mit einer gewissen Resignation ausgesprochen wird: Man erwartet nix mehr und wird trotzdem enttäuscht. Wappler kommt möglicherweise von Waffe, also einem, der nur mit den Armen wedelt, statt zuzupacken. Hart, aber in Wien Alltag.
Verwendungsbeispiele
"Oida, so ein Wappler! Der hat zwanzig Minuten am Bankomat gestanden und dann gemerkt, dass er die Karte vergessen hat. I steh immer noch in der Schlange."
"Der neue Buchhalter der Steuerkanzlei der Innenstadt von Salzburg an der Getreidegasse ist ein wahrer Wappler, hat in den ersten zwei Monaten der Probezeit der ersten Hälfte des Geschäftsjahres drei verschiedene Formulare des Finanzamtes der Bundesfinanzdirektion der Region falsch ausgefüllt, und der Chef der Firma hat ihn an die Hand genommen wie einen ersten Klassen der Grundschule."
"Host des gsehn? Der Wappler steigt in die Bim ein und merkt erst dann, dass er in die falsche Richtung fährt."
"Lass den Wappler einfach reden, der kriegt ned amoi a einfache E-Mail ohne Chaos zam."
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Woher es kommt
Wappler ist ein altes Wiener Schimpfwort mit Belegen schon im Volkstheater des 19. Jahrhunderts, etwa bei Nestroy. Die genaue Herkunft ist nicht sauber geklärt. Sicher ist eher die Wiener Linie des Wortes als sein exakter Ursprung. Im Schmäh lebt es bis heute als klassischer Ausdruck für einen Depp oder Nichtskönner.
Andere Arten, es zu sagen
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