Was es bedeutet
Tagträumer ist jemand, der zwar am Tisch sitzt, aber innerlich gerade am Strand liegt. Man erkennt ihn am leeren Blick und daran, dass Fragen erst mit einem späten Äh beantwortet werden. Das Wort kommt ganz simpel von Tag plus träumen und wird oft liebevoll-spöttisch benutzt, wenn jemand abschweift, statt mitzudenken.
Verwendungsbeispiele
"Im Jour fixe nickt Timo tapfer, starrt aber durch mich durch. Als er die Zahlen wiederholen soll, kommt nur ein langes Äh, Tagträumer."
"Im Unterricht ist er ein echter Tagtraeumer und schaut nur aus dem Fenster."
"Als Tagtraeumerin male ich mir staendig die naechste Reise aus."
"Ey, ich hab dir dreimal gesagt, wann wir losmüssen. Guck nicht so in die Wolken, du Tagträumer."
"Sobald im Meeting das Budget fällt, ist Jana innerlich schon auf Balkonien. Richtige Tagträumerin heute."
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Woher es kommt
Das Wort ist ganz transparent gebaut und schon lange ganz normales Deutsch: aus Tag und Träumer, also jemand, der nicht nachts träumt, sondern mitten am Tag gedanklich wegdriftet. Der Gebrauch ist meist eher liebevoll oder leicht spöttisch und meint Zerstreutheit, Kopfkino und Abwesenheit im Hier und Jetzt.
Andere Arten, es zu sagen
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