Was es bedeutet
Ein Pflaumenaugust ist so ein lieber Trottel mit Clownenergie. Einer, der dauernd Quatsch baut, groß auftritt und sich dabei auch noch für ziemlich pfiffig hält, obwohl alle schon die Hände vors Gesicht legen. Klingt meist neckisch und nicht richtig böse, eher nach sympathischem Vollhorst mit eingebauter Blödsinnsmaschine.
Verwendungsbeispiele
"Im Büro ist wieder der Drucker hin, weil Kevin ihn mit Panini-Stickern reparieren wollte. Chef guckt böse, alle seufzen, ich: Unser Pflaumenaugust."
"Im Büro der Versicherungsagentur in Köln-Lindenthal ist heute wieder der Etagendrucker des dritten Stocks komplett hin, weil Kevin vom Kundenservice der zweiten Reihe ihn mit Panini-Stickern der Bundesliga Saison des Vorjahres reparieren wollte, der Chef der Abteilung guckt böse vom Glaskasten des Eingangs der Großraumfläche, alle anderen Kollegen seufzen am eigenen Schreibtisch, und ich denke leise unser Pflaumenaugust der Mittagsrunde."
"Der Schwiegersohn der Familie aus Düsseldorf-Oberkassel hat beim Sonntagsbraten der Schwiegermutter der zweiten Etage versucht den Wein aus der Karaffe der Marken-Anschaffung mit dem Korkenzieher des Touristenladens am Rheinufer zu öffnen ohne dass die Flasche überhaupt einen Korken hatte, der Schwiegervater im Lehnsessel der Ecke kommentiert trocken na ja, unser Pflaumenaugust am Esstisch der Festtage, und schenkt selber nach."
"Ey, frag den Pflaumenaugust da drüben bloß nicht nach Wegbeschreibung, nachher landest du noch im Baumarkt statt am Bahnhof."
"Timo hat den Gruppenchart gelöscht und meinte dann ganz stolz, er hätte aufgeräumt. So ein Pflaumenaugust, ehrlich."
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Woher es kommt
Der Ausdruck ist im Deutschen seit dem späten 19. Jahrhundert belegt. Er mischt die ältere Spottbedeutung von Pflaume für einen einfältigen Menschen mit dem dummen August aus dem Zirkus. So wurde aus dem Pflaumenaugust der gutmütige Clown-Depp, der viel Wind macht und dabei eher belustigt als wirklich verärgert.
Andere Arten, es zu sagen
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