Was es bedeutet
Mitläufer ist jemand, der sich lieber an die Mehrheit hängt, statt den eigenen Kopf zu benutzen. Der Typ nickt alles ab, weil es gerade einfacher ist und weil man so nicht auffällt. Klingt harmlos, hat aber einen fiesen Beigeschmack, weil das Wort nach dem Zweiten Weltkrieg auch für Leute genutzt wurde, die einfach „mitgemacht“ haben. Kein Kompliment.
Verwendungsbeispiele
"In der Teamsitzung nickt Tom bei jedem Vorschlag, weil der Chef auch nickt. Später motzt er im Flur. Jana sagt: Vorne Mitläufer, hinten Revoluzzer."
"Im Streit hält er sich raus und macht den Mitläufer, hinterher will er aber immer gewusst haben, wie es ausgeht."
"Sei kein Mitläufer, nur weil alle dafür klatschen, sag ruhig, wenn du anderer Meinung bist."
"Alle im Freundeskreis haten plötzlich denselben Typen und Ben plappert einfach mit. Richtiger Mitläufer, eigene Meinung heute wohl im Winterschlaf."
"Wenn einer erst groß nickt, weil die Clique nickt, und später auf Einzelgänger macht, dann ist das kein Rebell, das ist ein Mitläufer mit Theaterfilter."
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Woher es kommt
Mitläufer ist eine alte deutsche Bildung aus mitlaufen, also wörtlich einer, der einfach mit der Menge läuft. Historisch bekam das Wort nach 1945 richtig Schwere, weil es in der Entnazifizierung Menschen bezeichnete, die das NS-Regime nicht geführt, aber angepasst und mitgetragen hatten.
Andere Arten, es zu sagen
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