Stimmen von der Straße

Was es bedeutet

Kohle ist lockeres Umgangsdeutsch für Geld. Sagt man, wenn's direkt, alltagstauglich und leicht rotzig klingen soll. Passt für Bargeld genauso wie für Lohn, Miete oder die Frage, ob am Monatsende noch irgendwas im Portemonnaie atmet.

Verwendungsbeispiele

"Wir wollten nur kurz Döner holen, aber ohne Kohle läuft hier gar nix, also kramen wir zusammen und hoffen, dass die Karte diesmal geht."
"Am Monatsende ist die Kohle immer knapp, da bleibt das Restaurant einfach mal aus."
"Er hat mit dem Nebenjob ordentlich Kohle gemacht und sich ein gebrauchtes Auto geholt."
"Ich wär ja dabei, aber meine ganze Kohle ist diese Woche schon für Strom, Miete und drei komplett unnötige Spätikäufe draufgegangen."
"Hast du noch Kohle für zwei Bier oder machen wir heute wieder den großen Leitungswasser-Luxus?"

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Witzig Ausgelassen Jugendlich

Woher es kommt

Kohle wurde schon früh bildlich für Geld benutzt, erst im Rotwelschen und in der Umgangssprache. Dahinter steckt die Idee von Kohle als Brennstoff und Wertstoff, also etwas, das den Laden am Laufen hält. Später hat sich das Wort im ganzen deutschen Sprachraum als derbe, völlig normale Geldbezeichnung festgesetzt.

Andere Arten, es zu sagen

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