Was es bedeutet

Haberer ist im Wienerischen ein enger Kumpel, ein Spezl, oft einer von den Leuten, auf die du wirklich zählen kannst. Das ist nicht bloß irgendein Bekannter, sondern eher dein Mann fürs Leben im Alltag, zum Fortgehen, Sudern, Schleppen oder Durchtauchen. Das Wort sitzt klar in Wien, wird aber auch in anderen Teilen Österreichs verstanden.

Verwendungsbeispiele

"Mei Haberer und ich gehen seit dreißig Jahr jeden Freitag ins selbe Beisl, und der Wirt stellt uns schon die Spritzer hin, bevor wir überhaupt sitzen."
"Mei Haberer Bernie und ich gehen seit zwanzig Jahren ins Café Hawelka in der Innenstadt, immer denselben Marillenstrudel, immer denselben Mokka und immer dieselbe Diskussion über Rapid und Austria."
"Beim Umzug in der Mariahilferstraße hat mei Haberer drei Stockwerke ohne Lift mit mir geschleppt, dafür kriegt er bis ans Ende seiner Tage jeden Geburtstag eine Flasche Veltliner vom oberen Regal."
"Wenn's wirklich brennt, ruf ich nicht irgendeinen an, ich ruf meinen Haberer an und der steht zehn Minuten später vor der Tür."
"Der Michi ist schon seit der Schulzeit mei Haberer, mit dem kannst lachen, streiten und um vier in der Früh noch ein Leberkässemmerl vernichten."

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Tonfall
Liebevoll Zärtlich Jugendlich
Wo man es sagt

Woher es kommt

Haberer kommt aus dem Rotwelschen. Dahinter steckt das hebräische chaver über jiddische und rotwelsche Wege, mit der Bedeutung Freund oder Gefährte. Im Wienerischen und allgemein im Österreichischen hat sich das Wort dann festgesetzt und klingt bis heute nach echter Nähe, nicht nach lockerer Bekanntschaft.

Andere Arten, es zu sagen

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