Was es bedeutet
Eine Schrankwand ist dieses wuchtige Wohnzimmer-Ungetüm, das vor allem in den 70ern und 80ern in vielen Buden stand. Meist massives Holz, gern Eiche rustikal, und so breit, dass es fast die halbe Wand frisst. Da drin steckt alles von Gläsern bis Fotoalben, oft sogar der Fernseher. Heute wirkt das Teil schnell nach Elternmuseum, ist aber als Vintage auch wieder irgendwie Kult. Beim Umzug merkst du dann, was für ein Endgegner das Ding wirklich ist.
Verwendungsbeispiele
"Meine Eltern haben noch so eine Schrankwand, Eiche rustikal, natürlich. Beim Umzug haben wir zu viert geschoben und der Nachbar meinte nur: Die ist größer als dein Auto, Bruder."
"In Omas Wohnzimmer thront noch die alte Schrankwand mit Gläsern und Fotoalben."
"Beim Umzug haben wir an der Schrankwand fast den Rücken ruiniert."
"Bei meinen Eltern steht noch so eine Schrankwand, da findest du alles außer Leichtigkeit."
"Die Schrankwand kam mit in drei Wohnungen und lebt immer noch, während zwei Sofas schon längst aufgegeben haben."
Woher es kommt
Das Wort ist ganz schlicht aus Schrank und Wand zusammengesetzt. Gemeint ist ein Möbelstück, das nicht nur an der Wand steht, sondern fast selbst zur Wand wird. Der Ausdruck ist im Standarddeutschen ganz normal und wurde vor allem für die großen, modularen Wohnzimmerschränke der Nachkriegsjahrzehnte populär.
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