Was es bedeutet
Saftladen sagt man abfällig über einen Betrieb, Laden, Verein oder auch eine Behörde, wenn da organisatorisch gar nichts geradeaus läuft. Alles wirkt schlampig, unkoordiniert oder komplett daneben. Das Wort passt, wenn man genervt ist, aber noch genug Resthumor hat, um das Chaos mit einem schiefen Grinsen zu kommentieren. Auch für den eigenen Arbeitsplatz fällt es oft ironisch.
Verwendungsbeispiele
"Ich komm ins Büro, WLAN tot, der Drucker frisst Papier und der Chef grinst: Läuft doch. Ich: Alter, das ist ein Saftladen, sogar der Kaffeeautomat streikt."
"Im Amt für Bürgerdienste haben wir vierzig Minuten in der Warteschleife gehängt, Saftladen ohne Ende, am Schluss war der Sachbearbeiter schon in Mittagspause."
"Die neue Buchhaltungssoftware ist ein Saftladen, jeden zweiten Tag stürzt sie ab, und der Support antwortet erst nach drei Tickets mit Hinweis auf die FAQ."
"Der Onlineshop hat mir erst die falsche Größe geschickt, dann die Rücksendung verbummelt und jetzt antwortet seit Tagen keiner. Echt ein Saftladen."
"Bei uns im Fitnessstudio sind drei Geräte kaputt, die Duschen kalt und an der Theke weiß niemand irgendwas. Was für ein Saftladen."
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Woher es kommt
Saftladen ist im Deutschen seit dem 19. Jahrhundert belegt. Erst war damit spöttisch eine einfache Schankwirtschaft oder ein wenig angesehener Laden gemeint, also kein noble Adresse, sondern eher eine Bude mit dürftigem Niveau. Später wurde das Wort allgemeiner und steht heute für jeden chaotischen, schlecht geführten Betrieb.
Andere Arten, es zu sagen
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