Stimmen von der Straße

Kunzo · Wien
"Pumperlg’sund ist kerngesund. Das Pumperl ist das Blubbern eines gesunden Babys. Klingt niedlich, wird aber oft ironisch verwendet. Beispiel: Wie geht's? Ach, pumperlg’sund, sagt er, hustet dabei die halbe Wohnung voll. Na dann, pumperlg’sund im Leberkäsland."

Was es bedeutet

Pumperlg’sund heißt eigentlich kerngesund, aber in echt wird’s oft ironisch verwendet. Jemand sagt pumperlg’sund, hustet dabei wie ein alter Motor und tut trotzdem, als wär alles super. Dieses Wiener Talent, die Wahrheit charmant zu verbiegen, ohne dass man gleich ein Drama draus macht.

Verwendungsbeispiele

"Wie geht’s dir? Pumperlg’sund, sagt er, und hustet die halbe Wohnung voll. Na eh, oida, sicher bist pumperlg’sund."
"Mit achtzig ist die Oma noch pumperlgsund und wandert jeden Sonntag."
"Pumperlgsund, sagt er, und niest dabei zum dritten Mal in einer Minute."
"I bin eh pumperlg’sund, sagt er, zieht die Nase auf und greift schon wieder zum Hustensaft."
"Der Karl meldet sich krank, steht aber im Wirtshaus und erklärt allen, er war die ganze Woche pumperlg’sund."

Etwas zu sagen?

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Tonfall
Ironisch Witzig Ausgelassen

Woher es kommt

Pumperlg’sund ist Wienerisch und bedeutet wörtlich kerngesund oder topfit. Das Wort ist im bairisch-österreichischen Raum schon länger belegt und lebt besonders in Wien weiter. Im Alltag kippt’s oft ins Ironische: Einer röchelt, schnieft, schaut halbtot aus und behauptet trotzdem mit voller Würde, er sei pumperlg’sund.

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