Stimmen von der Straße
"Obers ist nichts anderes als Schlagsahne, aber Obers klingt gemütlicher, wienerischer, besser. Also, a Kaffee mit Obers, bitte. Das ist der Unterschied zwischen einem Touristen und einem Eingeborenen. Beispiel? Er hat gesagt, mit Sahne. Der Kellner hat nur die Augen verdreht. Obers, du Depp! Obers!"
Was es bedeutet
Obers ist Schlagsahne, aber auf Wienerisch klingt’s gleich nach Gemütlichkeit und ein bissl Luxus. Im Kaffee, am Kuchen, überall, wo man dem Leben noch eine Spur mehr gönnen will. Wer Sahne sagt, wirkt wie ein Tourist, wer Obers sagt, hat den Dialekt-Zuckerguss drauf und kriegt manchmal ein wissendes Nicken.
Verwendungsbeispiele
"A Kaffee mit Obers, bitte. Er sagt Sahne, der Kellner verdreht die Augen, und i denk mir nur: Oida, lern’s, sonst wird’s nix im Café."
"Schlagobers aufs Eis, sag i, und der Ober nickt, weil er waaß genau, a echter Weana lasst si den Obers net nehmen."
"Wennst im Kaffeehaus Schlagobers bestellst, schaut keiner komisch. Wennst Sahne sagst, klingst halt sofort nach Reiseführer mit Akku auf fünf Prozent."
"Auf den Marillenkuchen ghört a ordentliche Haube Obers, sonst is das nur halbe Lebensfreude auf Tellergröße."
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Woher es kommt
Obers ist in Österreich das ganz normale Wort für Rahm oder Sahne und geht historisch auf die ältere Bedeutung von ober zurück, also das, was sich oben absetzt. Gemeint war früher die obere, fettere Schicht der Milch. In Wien hat sich das Wort bis heute lässig und komplett alltagstauglich gehalten.
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