Was es bedeutet

Mahlzeit ist der kleine deutsche Mittags-Handschlag per Mund, ein Gruß zwischen ca. 11 und 14 Uhr, meist im Büro, in der Kantine oder auf dem Flur. Heißt ungefähr: Ich seh dich, ich brauch gleich was zu futtern, alles gut. Wird auch gesagt, wenn niemand isst, eher als Ritual. Wer nicht zurückmahlzeitet, wirkt schnell wie schlechte Laune auf zwei Beinen.

Verwendungsbeispiele

"Ich komm um zwölf aus dem Meeting, treffe Sabine am Kopierer, sie nur Mahlzeit, ich auch Mahlzeit, und plötzlich sind wir beide wieder Menschen."
"Um zwölf schlurft der halbe Flur in die Küche und jeder nuschelt ein Mahlzeit, auch die, die nur einen Kaffee holen."
"Kurz nach elf kommt der Erste ins Büro, raunt ein trockenes Mahlzeit in den Raum und plötzlich wissen alle, die Mittagssonne tickt schon."
"Ich hatte noch nicht mal Hunger, aber drei Leute im Flur sagen Mahlzeit und zack, mein Magen macht innerlich Kantinenkino."
"Du läufst um halb zwölf ins Großraumbüro, einer hebt nicht mal den Kopf und murmelt nur Mahlzeit, reicht aber völlig als soziale Grundversorgung."

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Tonfall
Liebevoll Ironisch Ausgelassen

Woher es kommt

Mahlzeit geht auf die ältere Grußformel gesegnete Mahlzeit zurück. Erst war das ein Essenswunsch, dann hat sich das Wort verselbstständigt und wurde im Deutschen zum festen Mittagsgruß. Heute läuft es vor allem in Büros, Behörden und Kantinen als kleines soziales Mittagsritual zwischen ungefähr elf und zwei.

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