Stimmen von der Straße
Was es bedeutet
Sagt man, wenn dich etwas so hart nervt, dass du am liebsten in die Tischkante beißen oder dir die Haare raufen würdest. Gemeint ist dieser Mix aus Frust, Genervtsein und kleinem Alltagsdrama, wenn einfache Sachen unnötig kompliziert werden und einfach nicht funktionieren.
Verwendungsbeispiele
"Dreimal dieselbe Sache probiert und es klappt nie: Das ist ja zum Haareraufen."
"Bei der Krankenversicherung in München-Maxvorstadt habe ich am Montagmorgen drei Stunden in der Warteschleife verbracht, das System hat mich zweimal abgewürgt, das ist ja zum Haareraufen, sagte ich zur Sachbearbeiterin als sie mich endlich um vierzehn Uhr abnahm."
"Im Online-Shopping-Versuch das Kleid für die Hochzeit der Cousine zu finden, sechs Tabs offen, drei Größen ausverkauft, vier Lieferzeiten zu lang, das ist ja zum Haareraufen, das ganze Berliner Wochenende wird auf die Suche in den Boutiquen der Schlossstraße verlegt."
"Erst stürzt das Formular ab, dann ist die Frist plötzlich vorbei. Ey, das ist ja zum Haareraufen."
"Ich hab die gleiche Mail jetzt viermal geschickt und jedes Mal fehlt angeblich der Anhang. Das ist doch zum Haareraufen."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Die Wendung ist im Deutschen schon lange fest verankert und baut auf dem alten Bild auf, sich vor Verzweiflung oder Wut die Haare zu raufen. Das war früher eine ganz direkte körperliche Geste für Kummer, Ärger oder Ratlosigkeit. Daraus wurde dann das feste Urteil für alles, was einen kirre macht.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
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