Was es bedeutet
Deftige Pause mit was Gscheitem zum Beißen: Brot, Wurst, Käse, Radi, Obazda, was halt da ist. Brotzeit heißt wörtlich einfach Zeit fürs Brot, wird aber gern als kleines Ritual gesehen, egal ob daheim, auf’m Feld oder im Biergarten. Dazu passt a kühles Bier oder a Spezi, und diskutiert wird höchstens, wer den Aufstrich zahlt. Wenn einer sagt Brotzeit, meint er nicht Snacks, sondern satt und zufrieden.
Verwendungsbeispiele
"Mia hockn im Biergarten, da Sepp holt an Radi, Obazda und a Maß. I sag nur: Erst Brotzeit, dann könn ma über irgendwos gscheid reden."
"Am Gipfel haben wir erst mal eine zünftige Brotzeit ausgepackt."
"Heut gibt's keine Fancy-Snacks, heit gibt's a gscheide Brotzeit, sonst werd i narrisch vor Hunger."
"Bring a Messerl und a Brettl mit, dann machen ma am See noch schnell Brotzeit."
"Nach der Arbeit samma kurz beim Metzger vorbei, bissl Brotzeit holen, dann schaut die Welt gleich wieder freundlicher aus."
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Woher es kommt
Brotzeit ist wörtlich einfach die Zeit fürs Brot. Das Wort steckt tief im bairischen und allgemein süddeutschen Sprachraum. Erst meinte es die Esspause selbst, später auch gleich das, was dabei auf den Tisch kommt. Deshalb kann Brotzeit bis heute sowohl Pause als auch herzhafter Imbiss heißen.
Andere Arten, es zu sagen
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