Was es bedeutet

Meint, dass etwas total leicht und angenehm ist, so wie früher heimlich Zucker vom Löffel schlecken. Im Alltag kommt’s fast immer als kein Zuckerschlecken, also: stressig, zäh, und du musst dich richtig durchbeißen. Positiv geht auch, klingt dann aber bisschen nach Omi am Kaffeetisch, funktioniert trotzdem. Perfekt, wenn du sagen willst: unterschätz das nicht, das wird Arbeit.

Verwendungsbeispiele

"Wie war die Matheklausur? Kein Zuckerschlecken, Digga. Danach im Bus direkt weggeknackt und bis zur Endstation durchgerattert, komplett Zombie mit Taschenrechner."
"Die Nachtschicht im Späti war echt kein Zuckerschlecken, Bruder. Erst Stress mit Lieferungen, dann noch drei Besoffene auf Philosophietour."
"Alle denken, Umzug wär bisschen Kisten tragen. Von wegen, war null Zuckerschlecken, nach vier Stockwerken hat meine Wirbelsäule Kündigung eingereicht."
"Die ersten zwei Kilometer sahen noch nach Sonntagsausflug aus, aber der letzte Anstieg war echt kein Zuckerschlecken. Oben haben selbst meine Waden beleidigt geguckt."
"Mit zwei kleinen Kids und fünf Tüten durch den Bahnhof rennen ist kein Zuckerschlecken, sag ich dir. Da piept das Stressorchester schon vor Gleis 3 los."

Audio-Kommentare

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Tonfall
Ironisch Witzig Zärtlich

Woher es kommt

Die Redewendung ist schon lange im Deutschen unterwegs und baut ganz wörtlich auf Zucker plus schlecken auf. Erst meinte sie etwas Süßes, Angenehmes und mühelos Feines. Im heutigen Alltag lebt sie fast immer als kein Zuckerschlecken weiter. Dann heißt es eben gerade nicht locker, sondern anstrengend, nervig oder zäh.

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