Was es bedeutet
Tratsch ist der klassische Klatsch: Gerede über andere, Gerüchte, halb wahr, doppelt ausgeschmückt und gern mit einer Prise Schadenfreude. Der Stoff entsteht da, wo Leute kurz stehen bleiben: im Treppenhaus, am Gartenzaun oder beim Bäcker. Inhalt ist Nebensache, Hauptsache die Zunge läuft. Kann harmlos sein, kann aber auch fies werden.
Verwendungsbeispiele
"Nach Feierabend vorm Kiosk nur kurz Hallo gesagt, zack war’s Tratsch: wer mit wem, wer pleite ist, und warum der Chef plötzlich Rad fährt."
"Beim Friseur gibt es immer den neuesten Tratsch aus dem Viertel."
"Lass den Tratsch und frag sie doch einfach selbst."
"Kaum war sie aus dem Raum, ging der Tratsch schon los und jeder hat noch ein Löffelchen Drama draufgelegt."
"Ich brauch heute keinen Tratsch, mein Kopf ist schon voll genug mit eigenem Chaos."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Tratsch ist im Deutschen schon seit dem 18. Jahrhundert belegt. Das Wort gilt als lautmalerisch, weil sein Klang dieses schnelle Weiterplappern nachahmt, dieses tratsch-tratsch mit viel Mundwerk und wenig Stopp. Genau deshalb sitzt es so passgenau auf Klatsch, Gerüchten und neugierigem Gerede über andere.
Andere Arten, es zu sagen
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