Was es bedeutet
Eine Schnapsidee ist ein Einfall, der nur mit ordentlich Promille nach Genie klingt. Im Rausch wirkt’s wie der große Wurf, nüchtern eher wie ein schlechter Krimi. Typisch: Nach dem dritten Drink wird plötzlich alles machbar, von spontanen Tattoos bis zur WG-Lama-Anschaffung. Sagt man gern, um jemanden halb lachend auszubremsen, bevor’s teuer oder peinlich wird.
Verwendungsbeispiele
"Nach der dritten Runde sagt Kevin: Wir kaufen ein Lama fürs WG-Zimmer und machen Insta berühmt. Jana: Alter, pure Schnapsidee. Am Morgen schämt er sich."
"Nachts um drei einen Pool im Garten zu graben war eine echte Schnapsidee, das sehe ich jetzt auch."
"Die Idee, mit dem Fahrrad bei dem Sturm loszufahren, war so eine Schnapsidee, klatschnass kam er zurück."
"Lass uns doch einfach ohne Tickets in den Nachtzug springen und unterwegs erklären, wir seien eine Band. Digga, das ist keine Planung, das ist eine Schnapsidee."
"Er wollte um halb vier noch den Ex schreiben, seine Kündigung vorbereiten und nebenbei einen Foodtruck kaufen. Wir haben ihm erst mal das Handy weggenommen, komplette Schnapsidee."
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Woher es kommt
Das Wort ist im Deutschen alt und ziemlich durchsichtig gebaut: Schnaps plus Idee. Gemeint war von Anfang an ein Einfall, der nach Alkoholnebel kurz brillant wirkt, bei klarem Kopf aber eher nach Quatsch aussieht. Belegt ist der Ausdruck schon länger im allgemeinen deutschen Sprachgebrauch, nicht nur regional.
Andere Arten, es zu sagen
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