Stimmen von der Straße
"Rumkruscheln heißt, dass jemand unruhig sucht oder in Sachen herumwühlt. Zum Beispiel, ich habe heute Morgen meine Schlüssel gesucht und so lange rumgekruschelt, dass mein Zimmer danach aussah, als hätte ich mitten in der Nacht einen Einbrecher gehabt, der alles durchwühlt hat."
Was es bedeutet
Rumkruscheln ist dieses unruhige, hektische Rumwühlen, wenn du was suchst und dein Gehirn dabei auf Panik-Modus schaltet. Du ziehst Schubladen auf, hebst Kram an, drehst Kissen um und am Ende sieht’s aus wie Durchsuchung, obwohl nur der Schlüssel weg war. Perfekt für Morgenstress und Null-Geduld.
Verwendungsbeispiele
"Ich hab fünf Minuten rumgekruschelt wegen dem Schlüssel, jetzt liegt mein ganzer Kram auf dem Boden und der Schlüssel war natürlich in der Jackentasche."
"Ich hab eine Viertelstunde in der Schublade rumgekruschelt und den Schlüssel trotzdem nicht gefunden."
"Statt rumzukruscheln räum doch einfach mal auf, dann findest du auch was du suchst."
"Ich hab vor der Uni komplett rumgekruschelt, erst im Rucksack, dann auf dem Küchentisch, und das Ladekabel hing die ganze Zeit schon an der Steckdose."
"Hör auf so rumzukruscheln, du machst mehr Chaos als Suche und nachher finden wir gar nichts mehr."
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Woher es kommt
Das Wort ist ziemlich transparent gebaut. Es hängt an norddeutsch kruscheln, also in Sachen herumwühlen oder kleinteilig kramen. Das vorgesetzte rum macht daraus dieses ziellose Hin und Her beim Suchen. Deshalb klingt Rumkruscheln schon im Ohr nach Schublade auf, Kiste umdrehen, nichts gefunden, Nervenkostüm trotzdem im Eimer.
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