Was es bedeutet
Bummelzug nennt man einen Zug, der so langsam und brav von Halt zu Halt zuckelt, als hätte er alle Zeit der Welt. Der hält gefühlt an jeder Milchkanne, typisch Regionalbahn mit piependen Türen, Klapprad-Omis und Blick auf Kühe statt Skyline. Wird auch gern übertragen benutzt, wenn irgendwas ewig dauert und null Tempo aufnimmt.
Verwendungsbeispiele
"Wir wollten nach Köln und sitzen seit gefühlt drei Jahreszeiten im Bummelzug. Der Schaffner kennt meinen Vornamen, und die Kühe draußen winken schon mit."
"Mit dem Bummelzug dauert die Fahrt doppelt so lange wie mit dem Schnellzug."
"Beeil dich, du Bummelzug, sonst kommen wir noch zu spät."
"Alter, diese Verbindung ist kompletter Bummelzug, drei Stopps, zwei Wartezeiten und gefühlt werd ich unterwegs noch älter."
"Komm mal aus dem Quark, du Bummelzug, wir wollen los und du suchst seit zehn Minuten deinen linken Schuh."
Etwas zu sagen?
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Woher es kommt
Bummelzug ist ein altes, ganz durchsichtig gebautes deutsches Wort aus bummeln und Zug. Gemeint war erst schlicht ein langsamer Zug, der an vielen kleinen Stationen hält und gemütlich durch die Gegend zuckelt. Später hat sich das easy auf Leute, Abläufe und alles ausgeweitet, was einfach nicht in die Puschen kommt.
Andere Arten, es zu sagen
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