Was es bedeutet
Bammel haben heißt, ein flaues, nervöses Gefühl vor etwas zu haben, halb Angst, halb Lampenfieber. Vor der Prüfung, dem Zahnarzt oder dem ersten Arbeitstag kriegt man Bammel: kein blankes Entsetzen, eher das mulmige Kribbeln im Bauch, das einen schon Stunden vorher begleitet.
Verwendungsbeispiele
"Vor dem ersten Sprung vom Dreimeterbrett hatte sie ordentlich Bammel, sprang dann aber doch und strahlte."
"Hab keinen Bammel vorm Vorstellungsgespräch, du kannst das, atme einmal durch und geh einfach rein."
"Vor der mündlichen Prüfung hatte ich solchen Bammel, dass ich die halbe Nacht wachgelegen und Karteikarten gewälzt habe."
"Ich hatte erst voll Bammel, meine Chefin auf den Fehler anzusprechen, aber am Ende war's halb so wild."
"Kein Bammel, Digga, wir gehen da zusammen rein und dann ist der Spuk auch schon durch."
Woher es kommt
Bammel ist schon länger im Deutschen unterwegs und gilt als Wort aus dem Rotwelschen. Verwandt ist es mit bammeln im Sinn von baumeln oder unruhig hin und her hängen. Genau dieses nervöse Gezappel steckt im Bild drin, deshalb passt das Wort so gut zu Angst mit flatterigem Bauch und wackligen Nerven.
Andere Arten, es zu sagen
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