Was es bedeutet
Wehwehchen ist ein kleines, eher harmloses Zipperlein, das man trotzdem gern groß rausposaunt. Der niedliche Diminutiv nimmt dem Ganzen die Schärfe, klingt aber perfekt zum Jammern auf Sparflamme. Man nutzt es, um Mini-Schmerzen runterzuspielen oder den Drama-Kumpel freundlich einzunorden: nicht Notaufnahme, nur ein bisschen Ziehen. Auch bei Kids oder Eltern beliebt, wenn’s eigentlich nur ein Pflaster und Ruhe braucht.
Verwendungsbeispiele
"Im Wartezimmer: Mir zieht’s seit Montag im kleinen Zeh. Kumpel: Chill, das ist nur ’n Wehwehchen. Ich: Hab’s gegoogelt, jetzt bin ich Oberarzt."
"Stell dich nicht so an wegen dem Wehwehchen, ein Pflaster und gut ist."
"Ich geh heute nicht joggen, mein Knie hat so ein kleines Wehwehchen und spielt Diva."
"Der Kleine hatte gestern ein Wehwehchen am Arm, heute rennt er schon wieder rum, als wär nix gewesen."
Woher es kommt
Wehwehchen ist die verniedlichende Bildung zu weh bzw. Weh und lehnt sich an kindliche, expressive Reduplikation an. Belegt ist das Wort schon länger im Deutschen für kleine Beschwerden, also nix Dramatisches, eher ein lästiges Aua im Taschenformat. Genau deshalb klingt es so nach Trost, Augenrollen und einem Tee dazu.
Andere Arten, es zu sagen
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