Was es bedeutet

Sich aufplustern heißt, sich künstlich großzumachen, als wär man wichtiger oder gefährlicher, als man ist. Wie ein Vogel, der die Federn aufstellt, damit er beeindruckend wirkt. Das hörst du bei Streits, im Büro oder in der Kommentarspalte, wenn jemand unbedingt Chef spielen muss. Viel Brust, wenig Substanz, danach oft peinlich still.

Verwendungsbeispiele

"Im Meeting plustert sich Kevin auf, wedelt mit Zahlen und tut, als hätte er alles erfunden. Sobald jemand nachfragt, wird er kleinlaut und starrt aufs Mute-Icon."
"Er plustert sich vor den neuen Kollegen auf, als hätte er die Firma allein aufgebaut."
"Pluster dich nicht so auf, wir wissen alle, dass du keine Ahnung von dem Thema hast."
"Kaum ist der Chef im Raum, plustert der sich wieder auf und redet, als wär er der Endgegner vom Laden."
"An der Tür hat er noch den dicken Max gemacht, drinnen nach der ersten Ansage war das Aufplustern plötzlich vorbei."

Etwas zu sagen?

Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.

Tonfall
Ironisch Abwertend

Woher es kommt

Das Verb kommt direkt aus der Vogelsprache des Alltags. Aufplustern meint erst mal ganz wörtlich, dass ein Vogel sein Gefieder aufstellt und dadurch größer wirkt. Im übertragenen Sinn ist das schon lange für Menschen im Gebrauch, die extra breit auftreten, dicke Luft machen und mehr Eindruck spielen, als wirklich da ist.

Andere Arten, es zu sagen

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