Was es bedeutet
War mal ein Schulterklopfer für Leute, die kreativ um die Ecke denken und nicht jedem Standard hinterherlaufen. Seit der Corona-Zeit hat das Wort aber ordentlich Kratzer bekommen und wird oft ironisch oder abwertend für Impfgegner und Verschwörungs-Content benutzt. Bedeutet immer noch anders denken, nur ob das schlau oder komplett gaga ist, merkt man am Gerede.
Verwendungsbeispiele
"Er nennt sich Querdenker, bestellt ein Bier und fängt sofort mit 5G, Chips im Impfstoff und Echsenmenschen an. Ich so: Querdenken ist nett, aber Aluhut bleibt zuhause."
"Früher galt er im Büro als Querdenker mit guten Ideen, heute meint das Wort eher das Gegenteil."
"In der Familiengruppe schickt der Onkel nur noch Querdenker-Videos, da macht keiner mehr mit."
"Seit Corona krieg ich bei dem Wort Querdenker direkt Telegram-Gruppen-Vibes und Stirnrunzeln."
"Er verkauft sein Gelaber als Querdenken, aber am Ende ist es nur alter Schwurbel mit neuem Etikett."
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Woher es kommt
"Querdenker" ist ein deutsches Kompositum aus "quer" und "Denker". Das Wort gab's schon lange vor Corona und war oft positiv gemeint für Leute, die unkonventionell denken. Ab 2020 wurde es stark von der Protestszene rund um Corona-Maßnahmen besetzt. Seitdem kippt es im Alltag oft ins Ironische oder Abwertende.
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