Was es bedeutet
Eierlikör ist dieser dicke, süße Oma-Turbo im Gläschen. Schmeckt nach Vanille, Ei und heiler Kaffeetischwelt, hat aber genug Wumms, dass aus einem höflichen Nipp schnell gemütliches Dauerquatschen wird. Klassisch an Feiertagen, beim Besuch oder immer dann, wenn jemand sagt: Ach, komm, nur ein kleines.
Verwendungsbeispiele
"Oma drückt mir vorm Mittag ein Gläschen Eierlikör in die Hand, ich sag Frühstück. Sie sagt Nervennahrung, und zack rede ich mit der Monstera."
"Bei meiner Tante steht der Eierlikör nicht im Schrank, der lauert schon neben dem Kuchen und flüstert Trink mich, du Feiertagsmaus."
"Erst ein Stück Torte, dann ein Eierlikör, und plötzlich erzählt Opa wieder dieselbe Geschichte mit extra Glanz in den Augen."
Woher es kommt
Das Wort ist ganz schlicht gebaut: Eier plus Likör. Die deutsche Bezeichnung meint den cremigen Likör auf Eigelb-Basis, der sich als Variante älterer Avocado-Eier-Getränke entwickelt hat. Im Deutschen wurde Eierlikör vor allem durch Marken wie Verpoorten ab dem späten 19. Jahrhundert richtig breit bekannt.
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