Was es bedeutet

Heißt, jemanden richtig unfreundlich anfahren oder anmotzen, oft ohne großen Grund. Wenn dich jemand anpampt, kommt da kein nettes Moin mehr, sondern ein schnoddriger Spruch und schlechte Laune. Das Wort ist umgangssprachlich und gerade im Norden gern zu hören, wenn jemand kurz vorm Platzen ist. Passiert im Bus, an der Kasse oder wenn du zum dritten Mal die gleiche Frage stellst.

Verwendungsbeispiele

"Moin, ich frag nur nach ’nem Feuer, und der Kellner pampt mich an, als hätt ich ihm das letzte Astra geklaut."
"Die Kassiererin vom Edeka in Hamburg-Eimsbüttel hat mich heute Morgen voll angepampt, weil ich an der Kasse zehn Sekunden zu lange gebraucht habe, um den Geldbeutel aus der Innentasche zu fischen, und die ganze Schlange hinter mir hat die Augen verdreht."
"Lass dich nicht von dem Schaffner anpampen, wenn er nach dem Ticket fragt, du hast die Bahncard hundert auf dem Handy und der Bahnsteig drei am Hauptbahnhof Bremen ist eh schon halb leer um diese Uhrzeit am Mittwochmorgen."
"Der Typ im Bürgeramt hat mich direkt angepampt, nur weil ich zweimal nachfragen musste."
"Pampt mich nicht so an, ich wollt doch nur wissen, ob der Bus schon weg ist."
Tonfall
Abwertend Genervt Jugendlich

Woher es kommt

Anpampen ist eine umgangssprachliche Verbindung aus dem norddeutschen Wort Pampe, das für jede breiige Masse steht, und dem trennbaren Präfix an-, das die Richtung der Aktion auf eine andere Person markiert. Der ursprüngliche Sinn war, jemandem etwas mit Schmutz anwerfen, im Sinne von beleidigen oder grob behandeln. Der Sprachgebrauch hat sich im niederdeutschen Raum des frühen zwanzigsten Jahrhunderts vom physischen zum verbalen Akt verschoben, mit dem Ergebnis, dass anpampen heute jeden barschen Tonfall an der Supermarktkasse oder in der überfüllten S-Bahn von Hamburg-Altona beschreibt.

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