Was es bedeutet
Sparbüchse ist die kleine Dose, Kasse oder das klassische Sparschwein, in das man Kleingeld wirft, wenn man sich nicht mit Konten rumschlagen will. Für viele ist das der erste Schritt Richtung Taschengeld-Management: Münzen rein, schütteln, fühlen wie reich. Und ja, manche Erwachsene führen noch so ein Teil, als Mini-Notgroschen für den Kiosk oder die Kneipe.
Verwendungsbeispiele
"In meiner Sparbüchse sind locker 47 Euro. – In Münzen? – Nur Centstücke. – Alter, das Ding wiegt mehr als dein Rucksack nach der Schule."
"Meine Tochter hat ihre Sparbüchse in Schweineform vom Geburtstag der Patin in München-Schwabing zerschlagen, drei Jahre Münzen und Scheine sind herausgefallen, und sie hat sich davon die Konzerttickets für Coldplay in der Olympiahalle gekauft."
"Mein Vater hatte als Kind in der Volksschule von Burghausen an der Salzach eine Sparbüchse aus Blech mit einem Bild vom Lebkuchenherz, und die hat er bis heute auf dem Wohnzimmerschrank stehen, leer und unzerstört seit nunmehr siebenundsechzig Jahren."
Woher es kommt
Sparbüchse ist eine Komposition aus dem Verb sparen und dem Substantiv Büchse, das im mittelhochdeutschen Sprachraum aus dem griechischen pyxís für kleines Behältnis übernommen wurde. Die ersten erhaltenen Sparbüchsen aus Keramik stammen aus der römischen Provinz Germanien superior, und das Mittelalter perfektionierte das Modell mit dem Sparschwein, dessen Form auf die billige tonige Erde im westgermanischen pygg zurückgehen soll. Im neunzehnten Jahrhundert wurden Sparbüchsen aus Metall in den Schulen Bayerns als pädagogisches Werkzeug verteilt, und das Wort hat seither die kindliche Konnotation behalten.
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