Was es bedeutet
Langfinger ist eine umgangssprachliche, leicht derbe Bezeichnung für einen Dieb, meist einen Taschen- oder Trickdieb, der im Gedränge blitzschnell zugreift. Das Bild ist klar: jemand mit angeblich zu langen Fingern, die überall landen, wo sie nichts verloren haben. Hört man oft als Warnung in Bus und Bahn, auf Festen, Märkten oder im Club.
Verwendungsbeispiele
"Im Gedränge am Weihnachtsmarkt meint Tom: Halt die Tasche zu. Drei Meter weiter ist das Handy weg, und irgendwo feiert ein Langfinger Glühwein."
"Pass im Gedränge auf dein Handy auf, auf dem Weihnachtsmarkt sind jedes Jahr ein paar Langfinger unterwegs."
"Der kleine Langfinger hat im Supermarkt zwei Schokoriegel mitgehen lassen und sich fast verraten beim Grinsen."
"Ey, Rucksack nach vorne, hier laufen genug Langfinger rum und einer fischt dir sonst das Portemonnaie raus."
"Kaum wird's am Bahnsteig voll, hat jeder Schiss vor Langfingern und checkt erst mal Handy, Tasche, Jacke."
Woher es kommt
Das Wort ist im Deutschen schon lange als bildhafte Bezeichnung für einen Dieb belegt. Es baut auf der naheliegenden Vorstellung auf, dass jemand mit langen Fingern leichter nach fremdem Zeug greift. Die Formulierung ist keine moderne Jugenderfindung, sondern ein älteres, fest verankertes Alltagswort mit spöttisch-derbem Klang.
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.