Was es bedeutet

Bedeutet Kochtöpfe, meist im Plural benutzt. Wenn in der Küche die Düppen klappern, weißte: Gleich gibt’s was Warmes, und im Pott wird das ernst genommen. Man sagt auch mal einen Düppen voll, wenn der Topf randvoll ist, etwa mit Grünkohl, Erbsensuppe oder Eintopf für die ganze Truppe. Ist nix Feines, aber herrlich bodenständig.

Verwendungsbeispiele

"— Ey, hol ma die Düppen ausm Schrank, die großen. — Watt is los? — Mutti kommt, wir machen Eintopf, dat gibt Futter für alle."
"In der Küche der Großmutter in Recklinghausen-Hochlarmark stehen am Sonntagmorgen drei Düppen auf dem Gusseisernen Herd des Bergarbeiterhaushalts der fünfziger Jahre, der Grünkohl mit Kohlwurst der Schlachtung des Dezembers, die Erbsensuppe mit Speckwürfeln und der Eintopf der dritten Generation des Hauses für die ganze Familie der Tafel des Esszimmers."
"Die Düppen klappern im Vereinshaus des Schalker Vereins der Königsbrücker Straße in Gelsenkirchen jeden Sonntagvormittag, der Wirt bereitet den traditionellen Pichelsteiner Eintopf für die Mannschaft der zweiten Liga, und die Stammtischrunde der zwanzig Jahre des Vereins kommentiert die Spielzüge der vergangenen Saison mit den Löffeln der Schüsseln in der Hand."
Tonfall
Liebevoll Ausgelassen
Wo man es sagt

Woher es kommt

Düppen ist die plattdeutsche Mehrzahl des Substantivs Düppe, das im niederdeutschen Sprachraum des Ruhrgebiets und des angrenzenden Niederrheins seit dem mittelalterlichen Hochdeutschen den runden Kochtopf bezeichnet, abgeleitet vom mittelniederdeutschen düppe und parallel zum hochdeutschen Topf. Die Bezeichnung hat sich durch die industrielle Zuwanderung der Bergleute und Stahlarbeiter aus den ländlichen Gebieten Niedersachsens, Westfalens und Polens im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert in den Bergarbeiterstädten Bochum, Essen, Gelsenkirchen und Dortmund etabliert. Die Düppen-Tradition der Eintopfküche des Reviers ist eine Identitätsmerkmal des Ruhrgebiets, mit der typischen Grünkohl-, Erbsen- oder Linsensuppe als Standardgerichten der Bergarbeiterhaushalte.

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