Was es bedeutet

Heißt, sich wie ’ne Ente fortzubewegen: breitbeinig, leicht schwankend und eher tapsig als elegant. Sagt man über Babys, Leute mit Muskelkater, Blasen von neuen Schuhen oder wenn man nach ’nem langen Abend plötzlich merkt, dass die Beine eigene Pläne haben. Klingt harmlos, ist aber herrlich treffend und ein bisschen liebevolles Necken.

Verwendungsbeispiele

"Nach dem Festival schlepp ich mich watschelnd zum Döner, Beine wie Pudding. Kumpel: Alter, du watschelst ja wie ’ne Ente, Wette verloren?"
"Nach der langen Wanderung bin ich nur noch nach Hause gewatschelt, jeder Schritt mit Blasen an beiden Fersen."
"Schau dir die kleinen Entenküken an, wie sie hinter der Mutter herwatscheln und dabei dauernd fast umkippen."
"Mit den neuen Boots bin ich heute nur noch ins Büro gewatschelt, als hätten meine Füße Kündigung eingereicht."
"Der Kleine ist frisch vom Sofa runter und gleich stolz durch die Küche gewatschelt, komplett im Baby-Endboss-Modus."

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Tonfall
Liebevoll Witzig

Woher es kommt

Watscheln ist im Deutschen schon länger für ein breitbeiniges, schwankendes Tapsen belegt und hängt lautsprachlich mit dem typischen Entengang zusammen. Verwandt ist es mit süddeutsch und österreichisch geprägten Formen wie Watschelgang. Der Klang trägt das Bild schon mit im Gepäck und macht das Wort so schön anschaulich.

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