Was es bedeutet
Bausünde nennt man ein Bauwerk oder einen Umbau, der so daneben geraten ist, dass er dem ganzen Viertel die Laune verhagelt. Oft sind’s graue Betonklötze aus den 60ern und 70ern, aber auch ein brandneuer Glaswürfel kann’s werden, wenn er null zum Ort passt. Sagt man, wenn Architektur eher Unfall als Idee ist. Da hilft auch kein Blümchen vorm Eingang.
Verwendungsbeispiele
"Was ist das bitte für ein Betonklotz neben dem Fachwerk? Voll die Bausünde, als hätte jemand den Bauplan im Dunkeln gewürfelt."
"Dieser graue Klotz neben der Altstadt ist die größte Bausünde der ganzen Gegend."
"Sie haben dem schönen Altbau einen Glasanbau verpasst, eine echte Bausünde."
Woher es kommt
Setzt sich zusammen aus Bau und Sünde. Wörtlich also eine Sünde aus Beton, ein Bauwerk, das so misslungen ist, dass es als kleines Vergehen am Stadtbild gilt.
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