Was es bedeutet
Schießbudenfigur sagt man abfällig über jemanden, der wirkt wie direkt vom Rummel ausgebüxt: geschniegelt, schräg angezogen, unbeholfen oder einfach komplett deplatziert. Das ist keine Respektsperson, sondern eher so ein Anblick, bei dem man denkt: Den kannst du doch nicht ernst nehmen. Meist fällt das als spöttischer Kommentar über Auftreten, Look oder die ganze Nummer, die jemand da abzieht.
Verwendungsbeispiele
"Guck dir den an: Glitzerjacke, Sonnenbrille nachts. Komplett Schießbudenfigur, als würd er gleich als Zielscheibe auf dem Rummel stehen und groß labern."
"In dem alten Anzug sah er aus wie eine Schießbudenfigur."
"Nimm den nicht ernst, der gibt doch nur die Schießbudenfigur."
"Mit dem viel zu engen Hemd und der großen Show war er echt 'ne Schießbudenfigur."
"Lauf hier nicht rein wie so 'ne Schießbudenfigur, alle gucken schon."
Etwas zu sagen?
Bearbeite, korrigiere oder erzähl uns etwas. Wir prüfen es und, wenn es echt ist, siehst du es mit deinem Namen übernommen.
Woher es kommt
Das Wort lehnt sich ans Bild der Schießbude auf dem Jahrmarkt an. Dort stehen Figuren als Zielscheiben herum, starr, albern und nur dazu da, Treffer zu kassieren. Auf Menschen übertragen meint Schießbudenfigur jemanden, der lächerlich wirkt, geschniegelt dasteht und eher zur Witzfigur als zur ernst zu nehmenden Person wird.
Andere Arten, es zu sagen
Editoren dieses Begriffs
Deine Stimme zählt
Echte Straßensprache oder haben wir es übertrieben? Stimm ab.