Wusstest du schon...?
Dein Schatten wechselt seine Größe nicht aus Laune heraus. Das ist eher eine Zeichnung, die die Sonne macht, mit deinem Körper als Schablone. Mal wirkst du wie ein Riese aus einer Legende, mal bist du so mini, dass du fast direkt unter deinen eigenen Füßen verschwindest. Was viele nicht auf dem Schirm haben, ist: Das hängt von einem kleinen Tanz zwischen Sonne, Körper und Boden ab.
Wie beeinflusst die Sonnenhöhe deinen Schatten?
Stell dir vor, die Sonne schickt eine Licht-Rutsche bis zu dem Boden, auf dem du stehst. Entscheidend ist, wie steil diese Rutsche ist. Bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang steht die Sonne super tief am Horizont. Die Licht-Rutsche kommt dann fast flach, fast seitlich rein. Weil dein Körper diese flache Rampe blockiert, hältst du richtig viel Licht auf und wirfst einen seeehr langen Schatten nach hinten.
Die Sonne ändert ihre Höhe aber auch je nach Jahreszeit. Im Sommer fährt sie auf einer hohen Spur durch den Himmel, und mittags fällt die Licht-Rutsche fast senkrecht von der „Decke“ runter, direkt über deinem Kopf. Weil das Licht so weit von oben kommt, schrumpft dein Schatten und bleibt brav unter deinen Stiefeln kleben. Im Winter schafft es die Sonne nie so hoch, sie zieht ihre Bahn viel tiefer. Selbst mittags kommt die Licht-Rutsche immer schräg an, deshalb ist dein Schatten im Januar fast immer länger als im August.
Am Ende ist dein Schatten einfach das Ergebnis davon, wie steil diese Licht-Rutsche gerade ist. Je flacher die Rampe, desto epischer und größer wirkt deine Figur auf dem Boden.
Magikitos-Deutung: Wenn du dich heute vor einem Problem winzig fühlst, schau mal genau, aus welcher Richtung dich das Licht trifft. Vielleicht ist es nur „Sommermittag“, wo alles plötzlich klein aussieht. Warte, bis die Sonne tiefer steht oder bis die Jahreszeit wechselt, dann kommt deine Riesen-Größe zurück.