Woher der Name Tardigrada kommt

Geschichte

Wir Magikitos haben eine alte Lupe, die aussieht, als käme sie direkt aus der Schublade von einem Wissenschaftler-Opa. Heute haben wir sie rausgekramt und zack, Neugier: Wer war die erste Person, die ein Bärtierchen gesehen und ihm so einen richtig knackigen Namen verpasst hat?

Im 18. Jahrhundert, als es noch kein Internet gab und die Leute sich ernsthaft dabei erwischt haben, Pfützen unterm Mikroskop zu feiern, beschrieb der deutsche Zoologe Johann August Ephraim Goeze so ein Mikro-Kerlchen und nannte es ungefähr „kleiner Wasserbär“ (auf Deutsch, kleiner Wasserbär). Und ja, wenn man liebevoll ranzoomt, hat es wirklich was von einem mini, kugeligen Bärchen.

Warum heißen sie Tardigraden?

Ein paar Jahre nachdem Onkel August sie entdeckt hatte, gab ihnen 1777 der Italiener Lazzaro Spallanzani den Namen, der geblieben ist: Tardigrada. Das kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so was wie „langsamer Schritt“. Also: „Guck mal, wie der Kumpel da entlangstapft“. Nicht prahlerisch, aber punktgenau.

Das Schöne ist: Seit diesen ersten Blicken durchs Mikroskop ist das Bärtierchen von einer Pfützen-Kuriosität zu einem echten Widerstands-Icon geworden. Nicht, weil es irgendwo rumballert und alles erobert, sondern aus purer, praktischer Biologie. Im Moos zu wohnen heißt, mit Phasen von „läuft“ und „läuft gar nicht“ zu leben. Also haben sie sich so entwickelt, dass sie die Klima-Launen aushalten.

Magikito-Moral: Geschichte geht voran, weil sich Menschen bücken, auf das Kleine schauen und ihm einen Namen geben. Wenn bei dir heute etwas „im langsamen Schritt“ läuft, ist das vielleicht kein Rückstand. Vielleicht kocht da etwas Starkes ganz gemütlich auf kleiner Flamme.

Kobold der Natur
Geschrieben von Kobold der Natur
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