Der Mann, der jahrzehntelang Schluckauf hatte
GeschichteEs gibt eine Geschichte, die uns in der Bibliothek erst mal eine Augenbraue hochziehen ließ: Ein Mann in den USA hatte Schluckauf, jahrelang, ohne Pause.
Er hieß Charles Osborne und lebte in Iowa. Laut den am häufigsten zitierten Aufzeichnungen (und dem Rekord, der jahrzehntelang rumgereicht wurde) fing es 1922 an, nach einem Unfall bei der Arbeit, und hörte erst 1990 auf. Man spricht von über 60 Jahren Schluckauf. Komplett verrückt.
Stell dir vor, du willst schlafen, reden oder einen Eintopf essen und mitten in jedem Satz platzt ein „Hicks!“ rein.
Wie wird ein Schluckauf historisch?
Weil das hier nicht der normale Schluckauf ist, wenn man die Cola zu hastig wegzieht. Hier geht es um anhaltenden Schluckauf (länger als 48 Stunden) und um therapieresistenten Schluckauf (länger als ein Monat). Dann ist es kein Witz mehr. Dahinter steckt oft eine Ursache, die man in Ruhe abklären sollte.
Was kann anhaltenden Schluckauf auslösen?
Denk an Schluckauf wie an einen super empfindlichen Alarm, der losgeht, wenn irgendwo im System was gereizt wird: Zwerchfell, Magen, Kehlkopf oder die Nerven, die das Ganze steuern. Auslöser können Reflux sein, Reizungen, neurologische Probleme, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente oder Dinge, die im Brustbereich entzünden oder drücken. Nicht immer findet man einen klaren Grund, aber wenn es so lange dauert, wird das untersucht.
Das Magikito-mäßigste an der Story ist, dass etwas „Dummes“ plötzlich zu einem täglichen Ausdauer-Test wird.
Magikito-Moral: Wenn ein Symptom richtig nervt und schwer wird, ist das kein Zeichen, dass du den Helden spielst und durchziehst. Es ist ein Zeichen, dass du hinhörst und dir Hilfe holst, ganz ohne Scham. Wenn der Körper spricht, will er dir was sagen.
Aus der Kostprobe Bostezos con Hipo