Bialettis letzte Reise: eine Moka als Urne
Fun FactStell dir vor, dein letzter Abschied wäre in deiner eigenen Erfindung.
Genau das ist wirklich passiert: Als Alfonso Bialetti (der Kopf hinter der berühmten Mokkakanne, der „Moka Express“) starb, wurden seine Asche in eine extra große Moka gelegt. Keine Kneipenlegende. Das ist in Italien ein oft zitierter Fakt und wird gern als historische Design-Kuriosität aus dem Alltag erzählt.
Und wir sitzen da mit dem Kaffee und hängen irgendwo zwischen Schmunzeln und Respekt. Manche unterschreiben Gemälde, andere Gebäude, und Bialetti hat Frühstücke unterschrieben. Es gibt kein hartnäckigeres Denkmal als etwas, das du jeden Morgen im Halbschlaf benutzt, leicht zerzaust, und denkst: „nur noch ein Schluck, bevor’s zur Arbeit geht“.
Am absurdesten und gleichzeitig schönsten ist, dass die Moka, die ja mit Druck arbeitet, hier zum Symbol fürs Gegenteil wird: Ruhe. So nach dem Motto: „Lasst mich mal in Frieden, ich trink jetzt meinen Käffchen-Zauber.“
Magikito-Reflexion: Wie schön wäre es, so ein bescheidenes, alltägliches Vermächtnis zu hinterlassen, etwas, das die Menschen umarmen, ohne es groß zu merken.
Aus der Kostprobe Presión, crema y secretos de cafetera